Beispiel St. Moritz: ausgetreten
Sankt Moritz, auch vom Klimawandel betroffen, ist aus dem Label per 31.12.2023 ausgetreten. Die Gemeinde erachtete den Aufwand als zu hoch und den Nutzen als zu gering wie sie auf ihrer Webseite schreibt. St. Moritz wird zukünftig ohne Label seine ehrgeizigen Klimaziele umsetzen können. Interessant ist: St. Moritz wird auf der Energiestadt-Webseite noch mit «Gold» aufgeführt.
Der Verein: ein Koloss
Der Verein ist ein Koloss. Das zeigt die Webseite. Die Organe sind die Generalversammlung (ist ja ein Verein), ein Vorstand (8 Personen), eine Labelkommission (10 Personen), Regionalleitungen (7), BotschafterInnen (12), Auditoren (13), unzählige Energiestadtberaterinnen- und Berater (100) und Kandidierende Energieberater (33) und die Geschäftsstelle (10) in Basel. Somit ist klar wem die 1,75 Mio Franken Steuergelder zugute kommen.
Dass der Verein auf seiner Webseite sein Gold-Label ausgerechnet mit einem Bild illustriert, das 20 kaum klimafreundlich hergestellte Goldbarren zeigt, spricht für sich.
Deshalb Nein zu «Gold» - Stäfa ist zu spät
Kurzum: Das Energiestadtlabel GOLD verteuert das Bauen und bläht die Administration in der Gemeinde unnötig auf. Die Gesetzgebung ist betreffend der Umsetzung von Klimazielen heute soweit, dass der Zusatznutzen eines Labels sehr klein und überschaubar ist. Stäfa käme also viel zu spät und würde 1,75 Mio Franken für nichts ausgeben.
Verfasst von Andreas Hess