Urnenabstimmung: Nein zum Energiestadt Gold Label am 30.11.25

NEIN zum Energiestadtlabel GOLD – ein paar Fakten

Offenbar herrscht bei den Befürwortern des Energiestadtlabels GOLD Panik, dass die geplanten Ausgaben an Steuergeldern in der Höhe von 1,75 Mio. Franken von den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern zurecht abgelehnt werden.

Dass bezüglich Klimaschutz etwas gemacht werden muss ist uns allen klar. Aber nicht auf diese Art. Seit ein paar Tagen hängen in Stäfa schwarze Plakate eines bis dato unbekannten Komitees. Die irreführende Grafik wird hier klargestellt.

Stäfa ist seit 2015 Energiestadt-Mitglied

Stäfa ist seit 2015 Mitglied des Vereins Energiestadtlabel, wie die Webseite zeigt. Der Jahresbeitrag kostet stolze 3'500 Franken. Von «schwarzem Schaf Stäfa am Zürisee», wie das Plakat suggeriert, kann keine Rede sein. Stäfa profitiert bereits vom Verein.

Fakt ist: Vier Gemeinden im Bezirk Meilen sind nicht Mitglied im Verein Energiestadtlabel, zwei Gemeinden im Bezirk haben den Energiestandard «Gold», die restlichen Gemeinden dürfen sich als «Energiestadt» bezeichnen.

Beispiel St. Moritz: ausgetreten

Sankt Moritz, auch vom Klimawandel betroffen, ist aus dem Label per 31.12.2023 ausgetreten. Die Gemeinde erachtete den Aufwand als zu hoch und den Nutzen als zu gering wie sie auf ihrer Webseite schreibt. St. Moritz wird zukünftig ohne Label seine ehrgeizigen Klimaziele umsetzen können. Interessant ist: St. Moritz wird auf der Energiestadt-Webseite noch mit «Gold» aufgeführt.

Der Verein: ein Koloss

Der Verein ist ein Koloss. Das zeigt die Webseite. Die Organe sind die Generalversammlung (ist ja ein Verein), ein Vorstand (8 Personen), eine Labelkommission (10 Personen), Regionalleitungen (7), BotschafterInnen (12), Auditoren (13), unzählige Energiestadtberaterinnen- und Berater (100) und Kandidierende Energieberater (33) und die Geschäftsstelle (10) in Basel. Somit ist klar wem die 1,75 Mio Franken Steuergelder zugute kommen.

Dass der Verein auf seiner Webseite sein Gold-Label ausgerechnet mit einem Bild illustriert, das 20 kaum klimafreundlich hergestellte Goldbarren zeigt, spricht für sich.

Deshalb Nein zu «Gold» - Stäfa ist zu spät

Kurzum: Das Energiestadtlabel GOLD verteuert das Bauen und bläht die Administration in der Gemeinde unnötig auf. Die Gesetzgebung ist betreffend der Umsetzung von Klimazielen heute soweit, dass der Zusatznutzen eines Labels sehr klein und überschaubar ist. Stäfa käme also viel zu spät und würde 1,75 Mio Franken für nichts ausgeben.

 

Verfasst von Andreas Hess