Parolenfassungen a.o. Mitgliederversammlung 19.11.25

Die Parolenfassung stand ganz im Zeichen des Budgets 2026 und der Steuerfusserhöhung, sowie zwei Initiativen, die vorgestellt und diskutiert wurden. Die FDP Stäfa hat das Budget kritisch hinterfragt und sieht ein, dass die Gemeinde vor wachsenden strukturellen Herausforderungen steht – insbesondere im Bildungsbereich, bei öffentlichen Bauten und der Infrastruktur. Die bisherigen Mittel reichen nicht mehr aus, um alleLeistungen zu erbringen und die dringend notwendigen Investitionen langfristig zu sichern.

Selbestverständlich hätten wir uns eine alternative Lösungen ohne Steuererhöhung gewünscht. Doch nach sorgfältiger Prüfung der Zahlen und der realistischen Sparpotenziale erkennen wir: Eine moderate Erhöhung des Steuerfusses um 5 % ist im aktuellen Zeitpunkt notwendig, um die finanzielle Stabilität zu gewährleisten und den Handlungsspielraum der Gemeinde zu erhalten. Im Rahmen unserer Prüfung ist uns zudem die Budgetposition zur ARA Sunnewis aufgefallen: Im Budget 2025 waren CHF 800'000 eingestellt, jedoch sind im Rechnungsabschluss 2024 noch keine effektiven Kosten ausgewiesen. Für das Budget 2026 sind nun noch CHF 500'000 vorgesehen. Wir erwarten vom Gemeinderat eine klare Erläuterung sowie eine transparente Darstellung dieses Projektstandes.

Die FDP Stäfa unterstützte das Budget und die vorgeschlagene Steuerfusserhöhung – unter der Bedingung, dass der Gemeinderat weiterhin konsequent nach Effizienz, Priorisierung und Kostentransparenz strebt und offene Punkte wie die ARA-Position nachvollziehbar klärt.

Der Projektierungskredit Bushof Stäfa von Fr. 800'000 wurde einstimmig benehmigt, ebenso wie die Ablehnung der Initiative Alterswohnungen über ARA Sonnenwis. Die Initiative „Alterswohnungen über ARA Sunnewies“ wurde bereits an mehreren Mitgliederversammlungen diskutiert und darüber befunden. Sie verdient Anerkennung, denn sie ist sinnvoll, innovativ und sehr gut ausgearbeitet. Sie nimmt ein Thema auf, dass viele in Stäfa sehr beschäftigt. Sie setzt beim Alterswohnen an, – einem Legislaturziel, das der Gemeinderat bisher noch nicht erreicht hat. Zudem würde das Projekt durch Dritte finanziert und damit die Gemeindekasse und andere dringende Investitionen, etwa im Schulbereich, nicht belasten.

Trotzdem lehnt die FDP Stäfa die Initiative ab. Es fehlt heute die Gesamtsicht auf die Entwicklung unseres Zentrums. Viele Interessen und Bedürfnisse kommen dort zusammen, und nachhaltige Lösungen sind nur mit einer übergeordneten städtebaulichen Planung möglich. Noch ist offen, wie der Standort der ARA Sonnenwis künftig genutzt werden soll: für ein Parkhaus im Rahmen des Bahnhofsumbaus, für Alterswohnungen – oder ob eine Zusammenlegung der ARA mit Uerikon oder Hombrechtikon neue Optionen eröffnet.

Darum soll der Gemeinderat zuerst ein Gesamtentwicklungskonzept fürs Zentrum erarbeiten – unter Einbezug aller relevanten Kreise. Bis dahin ist das Projekt Alterswohnungen über "ARA Sunnewies" bestenfalls zurückzustellen respektive abzulehnen.

Für die Initiative "Begegnungszone Oberhausen-Quartier" wurde Stimmfreigabe beschlossen und die beiden Bauabrechnungen vom Seebad Lattenberg für das Kinderplanschbecken und den Sprungturm diskussionslos genehmigt.