Liberaler Aufbruch im Rössli: FDP Stäfa zündet die nächste Stufe für den Wahlkampf 2026
Als Ehrengast trat Filippo Leutenegger, Präsident der FDP Kanton Zürich und Mitglied des Stadtrats von Zürich, ans Rednerpult. Er sparte nicht mit Lob für die Stäfner Sektion und insbesondere für den Gemeindepräsidenten-Kandidaten Markus Meier Joos. Leutenegger hob hervor, dass es gerade in der heutigen Zeit liberale Korrektive brauche, um der Regulierungsflut und dem Staatsausbau entgegenzuwirken. Für Leutenegger ist klar: Die Freiheit des Einzelnen und der Schutz des Eigentums sind keine Relikte der Vergangenheit, sondern die Basis für künftigen Wohlstand. Er rief dazu auf, bürgerliche Allianzen – sowohl mit der SVP als auch mit der Mitte – zu schmieden, um eine verantwortungsvolle Finanz- und Ordnungspolitik sicherzustellen. Sein Fazit für Stäfa: Mit Markus Meier Joos stehe ein erfahrener Macher bereit, der die liberale Haltung nicht nur im Parteibuch, sondern im Blut habe.
In einem Interview mit dem Moderator Andreas Schürer legte Markus Meier Joos seine Prioritäten in den Bereichen Wohnen und Bildung dar. Als Architekt und Spezialist für strategisches Bau- und Immobilienmanagement sowie als profiliertes Mitglied der Schulpflege positionierte er sich als fundierter Experte auf diesen Themen. Wohnraum scha[en: Meier Joos kritisierte die übermässige Regulierung, die den Bau günstigen Wohnraums oft verhindert. Sein Ansatz ist pragmatisch: «Mehr bauen, schneller bauen, einfacher bauen.» Als in dieser Hinsicht besonders abschreckende Beispiele wurde der Mietzinsdeckel in Genf und Basel diskutiert, wo die Bautätigkeit mit der Einführung signifikant zurückgegangen sei und nur noch die absolut notwendigen Renovationen durchgeführt würden. Dies resultiere schliesslich in einem noch niedrigeren Angebot an Wohnungen. Alterswohnen mit Vision: Meier Joos zeigte Sympathie für innovative Projekte wie etwa Wohnen über der Kläranlage, sofern diese das Budget der Gemeinde nicht belasten und echte Lösungen für den Bedarf an Alterswohnungen bieten. Allerdings sei es im konkreten Fall wichtig, zunächst die Zukunft der beiden Abwasserreinigungsanlagen in Stäfa und Uerikon zu klären und ein Gesamtkonzept für die gesamte Zentrumszone zu erstellen.
Bildung mit Qualität: Als Kenner der Schullandschaft wies er darauf hin, dass die Schule fast die Hälfte des Gemeindebudgets beansprucht. Es braucht eine exzellente Schulemit motivierten Lehrkräften, aber auch eine Infrastruktur, die mit dem Wachstum Schritt hält – ohne dabei die finanzielle Stabilität der Gemeinde zu gefährden. Die Schule Stäfa sei bereits gut positioniert: Es gelänge, hervorragende und motivierte Lehrer zu rekrutieren, auch dank einer funktionierenden Führungsstruktur.
Nach einer vertiefenden Runde über verschiedene Themen der Gemeindepolitik zwischen den bisherigen FDP-Gemeinderäten David Dubach und Simon Hämmerli, dem Präsidiumskandidaten Markus Meier Joos und dem Moderator Andreas Schürer gehörte die Bühne dem gesamten Kandidatenteam der FDP.
Vom Gemeinderat über die Schulpflege, die Werk- und Sozialbehörde bis hin zur Rechnungsprüfungskommission (RPK) tritt die FDP mit viel Erfahrung und Kompetenz an. Die KandidatenInnen, darunter Schulpflegepräsidentin Daniela Bahnmüller, stellten sich in kurzen Statements vor und machten klar, was sie antreibt: Zum Beispiel die Identität von Stäfa zu bewahren und gleichzeitig die Infrastruktur fit für die nächste Generation zu machen – dies mit liberalen Ansätzen.
Der Abend im Rössli machte eines deutlich: Die FDP Stäfa ist bereit. Mit Markus Meier Joos an der Spitze, der sich als «100% Stäfa» bezeichnet, setzt die Partei auf eine Mischung aus fachlicher Expertise und liberaler Leidenschaft.
Beim anschliessenden Apéro wurde noch weiter über die Stäfner Gemeindepolitik diskutiert. Eines ist sicher: Der Wahlkampf hat nun richtig Fahrt aufgenommen, und die FDP hat ihre Ambitionen unterstrichen, Stäfa als attraktiven, freiheitlichen Lebensraum weiterzuentwickeln.