Die Parolenfassung zur Gemeindeversammlung vom 16. Juni 2025 war insbesondere bei einem Traktandum umstritten: der geplanten Umnutzung von Fruchtfolgeflächen für sportliche Zwecke. Die Rechnungsprüfungskommission (RPK) lehnte die Vorlage aus formalen Gründen ab, insbesondere wegen der fehlenden Einheit der Materie. Die zum jetzigen Zeitpunkt nicht bezifferten Investitionskosten wurden dabei als nicht entscheidend gewertet.
Die gegensätzliche Auffassungen der RPK und des Gemeinderates führten zu zahlreichen engagierten Wortmeldungen. Die Argumente der RPK vermochten die anwesenden Parteimitglieder jedoch nicht zu überzeugen – vor allem deshalb, weil die Kompensationskosten pro Quadratmeter nicht als „teurer Ablasshandel“ gesehen werden, sondern sich im Rahmen der kantonalen Vorgaben bewegen.
Die FDP-Mitglieder überzeugte drei zentrale Punkte:
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Zukunft sichern: Die Gemeinde will langfristig Handlungsspielraum für die Entwicklung des Sports auf dem Frohberg schaffen.
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Kantonale Unterstützung: Der Kanton unterstützt das Vorhaben, betont aber, dass es auf dem Frohberg keine alternative Fläche gibt. Die betreffende Fläche wurde bereits an der letzten Gemeindeversammlung umgezont.
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Vorausschauende Planung: Der Gemeinderat sieht es als seine Aufgabe, heute die Grundlagen für die künftigen Bedürfnisse des Sports in Stäfa zu schaffen.
Was konkret auf dem Frohberg entstehen soll, wird sich an den zukünftigen Anforderungen orientieren. Aktuell melden insbesondere die Fussball- und Handballvereine dringenden Bedarf an. Über mögliche konkrete Bauprojekte wird das Stimmvolk zu gegebener Zeit erneut entscheiden.
Die Konzentration von Sport- und Freizeitaktivitäten auf dem Frohberg überzeugte viele Mitglieder nicht nur aus geografischen Gründen. Auch eine dezentrale Verlagerung von Lärmemissionen an den Dorfrand wurde als sinnvoll erachtet. Die Investition in die Sportinfrastruktur gilt als Investition in die Jugend – und damit in eine sinnvolle Freizeitgestaltung. Die FDP bekennt sich zu einem lebendigen, vielfältigen Dorfleben. Eine gute Infrastruktur für Sport und Freizeit gehört untrennbar dazu.
Die weiteren Traktanden der Gemeindeversammlung waren unbestritten. Auch die Erläuterungen der RPK zur Jahresrechnung überzeugten – diese wurde schliesslich einstimmig genehmigt.