Zur Abstimmung an der Urne am 8.3.26: Bezahlbarer Wohnraum: Ja Starre Vorgaben: Nein

Bezahlbarer Wohnraum ist auch für die FDP Stäfa ein wichtiges Anliegen. Die tiefe Leerwohnungsziffer und die steigenden Mieten zeigen klar, dass Stäfa vor wohnungspolitischen Herausforderungen steht. Unser Ziel ist es, dass Stäfa für verschiedene Generationen und Einkommensgruppen attraktiv bleibt, ohne dabei wirtschaftliche und finanzpolitische Grundsätze aus den Augen zu verlieren.

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Der Vorstand der FDP Stäfa lehnt die SP-Initiative "für mehr bezahlbaren Wohnraum" dennoch ab. Nicht wegen des Ziels, sondern wegen der gewählten Instrumente und deren weitreichender Wirkung.

Die Initiative schreibt der Gemeinde eine sehr weitgehende und dauerhaft bindende "Wohn- und Bodenpolitik" vor. Insbesondere das faktische Verkaufsverbot für gemeindeeigene Grundstücke schränkt den Handlungsspielraum von Gemeinderat und Stimmbevölkerung unnötig ein. Je nach Lage, strategischer Bedeutung und Nutzung kann ein Verkauf sinnvoller sein als ein Baurecht - etwa um andere öffentliche Aufgaben zu finanzieren, Investitionen auszulösen oder finanzielle Risiken zu begrenzen. Solche Entscheide müssen weiterhin situationsbezogen, wirtschaftlich begründet und mit Augenmass getroffen werden können.

Zudem fokussiert die Initiative stark auf gemeinnützigen und preisgünstigen Wohnraum. Dieser ist wichtig, aber nicht allein ausreichend, um den Wohnraumbedarf in Stäfa zu decken. Eine gesunde soziale Durchmischung entsteht nur mit einem vielfältigen und primär privat getragenen Wohnungsangebot - für Familien, ältere Menschen, junge Erwachsene, aber auch für gut verdienende Haushalte, die wesentlich zur Finanzierung der öffentlichen Aufgaben beitragen.

Die FDP Stäfa unterstützt die Erarbeitung einer umfassenden Wohnraumstrategie. Eine solche Strategie soll faktenbasiert aufzeigen, wie viel und welche Art von Wohnraum Stäfa tatsächlich benötigt und welche Rolle die Gemeinde dabei sinnvollerweise übernehmen soll. Diese Arbeit ist geplant und braucht keine starre Verankerung in der Gemeindeordnung, die künftige Handlungsspielräume unnötig einschränkt.

Die FDP Stäfa setzt sich für eine verantwortungsvolle, ausgewogene und langfristig tragfähige Wohnpolitik ein. Darum empfehlen wir, die SP-Initiative abzulehnen und den Weg einer sorgfältigen und gesamtheitlichen Planung weiterzugehen.

Das Thema wird am IPK-Podium vom 28. Januar 2026 diskutiert. Umso wichtiger ist ein geschlossener bürgerlicher Auftritt. Wir zählen dabei auf eure Unterstützung.

Wir laden euch herzlich ein, am IPK-Podium teilzunehmen, Fragen zu stellen und aktiv mitzudiskutieren – Markus Meier Joos und der Vorstand freuen sich sehr, viele engagierte Mitglieder und Interessierte im Verenasaal am Mittwoch, 28.1.2026 anzutreffen und wiederzusehen.